Pflegetipps

WICHTIGE GEBRAUCHS-, REINIGUNGS- UND PFLEGEANWEISUNGEN

ARBEITSPLATTEN ALLGEMEINnach oben

Bitte keine heißen Töpfe oder Pfannen direkt auf die Arbeitsplatten stellen! An Arbeitsplattenverbindungen, im Bereich der Kochmulde, Spülenausschnitte oder am Wandabschlussprofil ist Staunässe unbedingt zu vermeiden, bitte regelmäßig trocken wischen, sonst kann es zu Folgeschäden, z. B. Aufquellen kommen. Elastische Abdichtungen sind üblicherweise Wartungsfugen und müssen gegebenenfalls je nach Nutzungsintensität erneuert werden (siehe auch Geschirrspüler, Fugen, Stoßkanten).

AUFMASS, AUFSTELLEN UND AUSRICHTENnach oben

Die Bedarfsermittlung und das Messen gehört hier zu den wichtigsten Aufgaben. Werden Fremdmöbelteile (Geräte) verwendet? Achten Sie auf individuelle Arbeitshöhen, je nach Körpergröße usw. Böden, Wände und Decken sind nicht gerade und deshalb muss beim montieren, aufstellen und ausrichten der Möbel mit kleinen Unebenheiten gerechnet werden. Welche Wandbeschaffenheiten liegen vor (Festmauerwerk)? Die „Tragfähigkeit" der Wände ist schon allein aus Sicherheitsgründen ganz besonders wichtig. Bei Hängeschränken können leicht einige hundert Kilo die Wand belasten. Im Zweifelsfall kann der Vermieter oder Bauherr Auskunft geben oder es muss eine kleine Probebohrung durchgeführt werden. Beachten Sie bitte dazu auch die Rubrik „Neubau und Raumklima“. Bei Objekt-Einrichtungen müssen Sondervereinbarungen getroffen werden (siehe auch Installation etc.).

BESTIMMUNGSGEMÄSSE VERWENDUNGnach oben

Stellen Sie sicher, dass Ihre Möbel nur im allgemeinen Wohnbereich verwendet werden. Sie eignen sich nicht für den Objekt- oder Außenbereich. Die nachfolgenden Hinweise sind unbedingt zu beachten! Für Schäden, die durch Nichtbeachtung entstehen, kann keine Garantie/Gewährleistung übernommen werden.

BELASTBARKEITENnach oben

Die Belastbarkeit von Auszugsteilen, Funktionsteilen, Einlegeböden, Wandborden oder Regalen, ob Glas, Holz, Kunststoff, Metall usw. ist sehr unterschiedlich. Deshalb sind die Herstellerangaben zu den max. Belastbarkeitsgrenzen unbedingt zu beachten. Dabei ist auf eine fachgerechte und ausreichende Befestigung/ Auflage zu achten.

CHEMISCHE REAKTIONEN, Z. B. WEICHMACHERnach oben

Bei Möbeloberflächen, die mit unterschiedlichen Materialien länger Kontakt haben, kann es zu chemischen Reaktionen, Verfärbungen, Oberflächenveränderungen etc. kommen (bitte die Herstellerhinweise beachten).

DUNSTABZUG UND HEIZUNGnach oben

Die Heizung in der Küche ist keine Energieverschwendung, sondern eine Notwendigkeit. Zu feuchte Luft und Kondenswasserbildung führen zwangsläufig zu Schäden an der Einrichtung. Der Dunstabzug muss je nach Bedarf, auch nach Fertigstellen der Gerichte, evtl. auf Höchststufe laufen. Dabei darf die Geräuschbildung keine Rolle spielen. Gegebenenfalls ist noch eine kräftige Stoßlüftung wegen der Kochgerüche notwendig. Die Küche muss auch nach längeren Kochzeiten wieder trocken werden. Das gilt vor allem für den Bereich der Kochmulde, Dunstabzugshaube, dem Spülbecken und dem Wandabschlussbereich.

DURCHBIEGENnach oben

Ein gewisses Durchbiegen von Einlegeböden, Regalen, Schubkästen, Tischplatten oder Einlegeplatten ist je nach Material und Größe nicht zu vermeiden und zulässig, solange die Sicherheit und Funktion nicht beeinträchtigt ist (siehe Prüfnormen und Toleranzen). Achten Sie dabei auf die vom Hersteller angegebenen Belastungsgrenzen (siehe Belastbarkeiten).

ELEKTROGERÄTE UND ELEKTRISCHE BAUTEILEnach oben

Für alle Elektrogeräte oder elektronischen Teile sind im Besonderen die Gebrauchsanleitungen des Herstellers zu beachten. Hier sind auch Ihre Garantieansprüche festgehalten. Bei Ausfall oder Problemen wenden Sie sich bitte direkt an den zuständigen Elektrokundendienst.

EMPFINDLICHKEITENnach oben

Je nach Farbe, Oberfläche und Natürlichkeit der Materialien verhalten und reagieren die Produkte anders. So ist mit Küchenmöbeln und Verarbeitung in Dekor, Hochglanz, Furnier oder Massivholz jeweils anders umzugehen. Das gilt auch für die unterschiedlichen Materialien der Arbeitsplatten. Die Herstellerinformationen sind hier besonders wichtig.

ERSATZ- UND VERSCHLEISSTEILEnach oben

Der Einsatz von Ersatz- und Verschleißteilen von Drittherstellern kann zu Gefahren führen. Es dürfen nur Originalteile oder vom Hersteller freigegebene Teile verwendet werden. Allgemeine Verschleißteile, wie z. B. Lampen, Leuchtmittel oder Ähnliches, sind von der Garantie ausgenommen.

FARBABWEICHUNGENnach oben

(Siehe Farb- und Strukturunterschiede Wohnen und Toleranzen) Abweichungen von Farb-, Struktur- oder Ausstellungsmustern sind nicht zu vermeiden. Sie sind nur annähernd und nicht zu 100% erreichbar.

FREMDMÖBELTEILEnach oben

Für Fremdmöbel oder zusätzlich eingebaute Einrichtungsgegenstände, Elektrogeräte etc., die nicht in Verbindung mit unserem Kaufvertrag oder unserer Montage (Fremdmontage) stehen, gewähren wir keine Garantie oder Gewährleistung.

FUGEN/STOSSKANTEN, KANTEN ALLGEMEIN ETC.nach oben

Auf den Arbeitsplattenverbindungen, Stoßkanten, Kochfeld oder Spülenausschnitten und im Bereich der Wandabschlussprofile darf es nicht zu Staunässe kommen. An den Fugen, z. B. bei Hängeschränken, Vorsicht bei Wasserdampf durch Kaffeemaschinen, Wasserkocher u. ä. (siehe dazu auch Dunstabzug und Heizung).

FUNKTIONSTEILEnach oben

Funktionsteile sind technische Kompromissteile zwischen festen und beweglichen Materialteilen, wie z. B. Fugen, Stoßkanten, Arbeitsplatten. Damit diese Technik auf Dauer zuverlässig funktioniert, ist ihre sorgfältige Handhabung sehr wichtig. Dabei sind in erster Linie die Belastbarkeitsgrenzen zu beachten (siehe unbedingt Herstellerbeschreibung). Auch optisch sehen sie häufig etwas anders aus oder weichen von den Maßen geringfügig ab. Beschläge können z. B. durch einseitige Handhabung überbeansprucht werden. Funktionsteile benötigen verarbeitungstechnisch- und materialbedingt einen gewissen Spielraum und Maßtoleranz, z. B. an Anstellteilen, Tischplatten etc.. Je nach Art und Oberfläche ist eine regelmäßige Wartung und Pflege (Herstellerhinweise) zu empfehlen.

GESCHIRRSPÜLERnach oben

Nach Ablauf des Spülprogramms soll der Geschirrspüler nicht sofort geöffnet werden (bitte ca. 30 Min. warten), damit der Innenraum des Gerätes ausreichend abkühlen und kein heißer Wasserdampf austreten und Schäden verursachen kann. Das gilt besonders für die darüberliegende Arbeitsplatte oder angrenzende Möbelteile (siehe auch Fugen/ Stoßkanten).

GLAS-ESG (SIEHE WOHNMÖBEL)nach oben

Im Floatverfahren hergestelltes Glas entspricht den EU-Normen und der DIN 1249. Bei polarisiertem Licht sind Irisationserscheinungen wie leichte Wolken, Ringe, Schlieren oder Ziehfehler in den Spektralfarben physikalisch bedingt und unvermeidbar. Glasflächen sind kratzempfindlich, scharfkantige Gegenstände dürfen nicht ohne Schutz abgestellt oder gezogen werden. Insbesondere bei heißen Töpfen oder Flaschen aus dem Tiefkühlfach kann Floatglas platzen. Die Pflege erfolgt mit handelsüblichem Glasreiniger. Da Glas in sehr vielfältigen Varianten und Qualitäten als Nutz- und Zierfläche eingesetzt wird, sind die jeweiligen Herstellerinformationen und die Reinigungs- und Pflegehinweise ganz besonders zu beachten. Glastoleranzen sind u. a. in den Güteund Prüfbestimmungen RAL GZ 430 festgelegt. Die Sicherheit oder angegebenen Belastbarkeiten dürfen nicht beeinträchtigt sein.

GRANIT (NATURSTEIN-UNIKAT)nach oben

Nicht alles ist Granit, was als Granit angeboten wird, sondern häufig uriger Naturstein. Granit besitzt eine hohe Abnutzungshärte und ist sehr witterungsbeständig. Trotz dieser Widerstandsfähigkeit ist Granit zwar kratzfest, jedoch nicht lichtecht. Gebrauchsspuren (Patina) sind wie bei anderen Materialien auch auf Dauer nicht zu vermeiden. Natursteinmuster in einer Ausstellung oder auf Verkaufsunterlagen zeigen immer nur Ausschnitte einer gesamten Platte und können deshalb nur den Charakter des Gesteins wiedergeben. Die Oberflächen unserer Küchen- Arbeitsplatten wurden bei der Herstellung vorbehandelt (imprägniert), Verunreinigungen wie Fett, Öl, Speisereste usw. lassen sich bei sofortiger Behandlung einfach entfernen. Die Schutzwirkung ist allerdings zeitlich beschränkt, da Wasserdampf durch den Granit wandert und die Wirkung der Imprägnierung mit der Zeit nachlässt. Achtung: Die jährliche Neuimprägnierung, erstmalig innerhalb von 12 Monaten nach Kaufdatum, ist daher zwingende Garantiebedingung. Je nach Intensität der Nutzung auch häufiger. Trotzdem können Gebrauchsspuren, wie z. B. Flecken von aggressiven Substanzen oder ein Nachlassen des Glanzgrades, nicht gänzlich vermieden werden (Nachweis gegen Rechnungsbeleg siehe Bezugsquellen Pflegemittel). Wichtig: Natursteinplatten kurzfristig keinen extremen Temperaturschwankungen aussetzen, das heißt, da wo Tiefgefrorenes eben noch gelegen hat, nicht sofort die heiße Bratpfanne hinstellen. Auch hochwertigste Natursteinplatten können dann platzen.

HAUSTIEREnach oben

Siehe Haustiere unter Polstermöbel

HEIZUNGnach oben

Siehe Dunstabzug, Luftfeuchtigkeit, Raumklima

HOCHGLANZ-FRONTENnach oben

Schönheit, Eleganz, Wertigkeit und vieles mehr wird mit „Hochglanz“ verbunden. Bei richtiger Handhabung sind Hochglanz- Fronten viel unempfindlicher als angenommen. Zu den warentypischen Eigenschaften je nach Material und Verarbeitung zählt dabei jedoch u. a. ein kaum sichtbarer Orangenhauteffekt, leichte unterschiedliche Farbschattierungen an Oberflächen und Kanten je nach Lichtquelle und Lichteinfall (Gegenlicht). Dazu kommt im Gebrauch eine gewisse Oberflächen- Patina, wie beim Auto auch. Achtung: Zwingend notwendig für die Reinigung nach der „Erstmontage“ und später generell gilt für die Hochglanzfronten: Immer ein völlig sauberes, unbenutztes Reinigungstuch verwenden, (keine sog. Microfasertücher). Nicht das gleiche Tuch für die Innen- und Frontseiten verwenden und immer wieder klarspülen. Selbst kleinste, für das normale Auge nicht sichtbare Staubkörnchen, Schmutzrückstände etc. können in Ihrer edlen Hochglanzfront Spuren hinterlassen. Nur mit dem von uns empfohlenen Hochglanz-Reinigungsmittel reinigen. Siehe auch allgemeine Reinigung. Wenn Sie das berücksichtigen, werden Sie lange Freude an Ihren Hochglanz- Möbeln haben.

HOLZWERKSTOFFEnach oben

Die Qualität eines Produktes ist grundsätzlich nicht davon abhängig, ob ein Möbel aus Holzwerkstoffen oder Massivholz besteht, sondern eher von der Qualität des Materialeinsatzes. Die Spanplatten, mitteldichten Faserplatten (MDF), Sperrholz-, Dreischicht- oder Tischlerplatten sind von höchster Güte und Qualität. Ob mit Furnier, Folie oder lackierter Oberfläche sind sie äußerst stabil, weniger anfällig bei Temperaturschwankungen und vielfältig einsetzbar. Ihre Inhaltsstoffe sind auf gesundheitliche Unbedenklichkeit nach den strengen EG-Richtlinien und den strengeren RAL-Anforderungen nachhaltig geprüft und bescheinigt. Holzwerkstoffe schonen im großen Umfang unsere natürlichen Ressourcen.

INSTALLATIONEN: ABWASSER, SANITÄR, ELEKTROLEITUNGENnach oben

Zu Ihrer Sicherheit: Vorsicht bei allen Planungen, die mit Wandbefestigungen, Bohrungen und Installationen verbunden sind. Aus Sicherheits- und Haftungsgründen sollten Sie sich bei der Planung bei Bauherren, Vermietern, Wohnungseigentümern etc. sachkundig machen, aus welchen Materialien die „unter Putz“ verlegten Rohre und Leitungen bestehen. Seit vielen Jahren werden im Haus- und Wohnungsbau z. B. PVC-Leitungen verarbeitet, die derzeit noch nicht mit Messgeräten erfasst werden können. Legen Sie deshalb bitte bei solchen Planungen unbedingt entsprechende Verlege- oder Installationspläne vor. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass eine reibungslose Montage nur mit aktuellen Installationsplänen durchgeführt werden kann. Sollten sich Abweichungen ergeben, können wir für Folgeschäden keine Haftung übernehmen (siehe auch Neubauten, Aufmass, Aufstellen Ausrichten).

KÜCHE ALLGEMEINnach oben

Küchenarbeit bedeutet auch Umgang mit hohen Temperaturen, Wasserdampf und Feuchtigkeit. Darüber hinaus können Lebensmittel starke Flecken verursachen, auch wenn heute viele Materialien gegen die meisten Beanspruchungen eine hohe Beständigkeit aufweisen. Deshalb Verunreinigungen sofort entfernen. Sorgen Sie beim Kochen für ausreichende Beund Entlüftung der Küche. Der Küchenraum muss angemessen beheizt werden, damit sich die warmen Dämpfe (Wrasen, Schwaden) nicht an den kalten Möbeloberflächen oder Wänden niederschlagen. Die Möbelbauteile sind in der Regel aus Holzwerkstoffen, diese reagieren sensibel auf Feuchtigkeit. Benutzen Sie grundsätzlich den Dunstabzug und stimmen Sie die Leistungsstufe auf Ihre individuellen Kochgewohnheiten ab. Reiben Sie nach dem Kochen den aufgetretenen Dampfbeschlag trocken. Verwenden Sie auf keinen Fall Lösemittel, Scheuerpulver, Topfkratzer oder ähnliches, Microfasertücher nur dann, wenn sie vom Hersteller freigegeben wurden (Siehe Microfasertücher). Nur saubere, weiche, nichtfusselnde Tücher oder Fensterleder verwenden, niemals Dampfreiniger oder Wasserschlauch, die Oberfläche kann dadurch zerstört werden und eine Aufarbeitung ist dann vielfach nicht mehr möglich. Zu guter Letzt: Lesen Sie unbedingt die kompletten Herstellerangaben für alle Küchenteile, von der Arbeitsplatte bis zur Spülmaschine. Im Zweifelsfall besorgen Sie sich Informationen bei Ihrem Fachhändler. Siehe auch Dunstabzug und Fugen/Stoßkanten.

KUNSTSTOFFOBERFLÄCHENnach oben

siehe Möbeloberflächen

MASSIVHOLZnach oben

Massives Holz ist ein Phänomen, es arbeitet immer. Risse, Schwund und das Verziehen sind ganz „natürlich“. Ob Haustür, Fenster oder Möbel, Massivholz reagiert auf seine Umgebung. Deshalb braucht es im Jahresdurchschnitt eine relative Luftfeuchtigkeit von 45 bis 55%, darüber sind sich die Fachleute und die Literatur einig. Es wächst und dehnt sich bei hoher Luftfeuchtigkeit aus und schwindet bei zu trockener Luft, z. B. in den Wintermonaten. Wenn Sie solche Veränderungen nicht möchten, sollten Sie für ausreichend Luftfeuchtigkeit sorgen, durchlüften und Pflanzen oder Luftbefeuchter verwenden. Ansonsten Finger weg von „Natur pur“, sprich massiv. Massivholz heißt nicht automatisch Hartholz, Nadelholz ist allgemein weicher als Laubholz.

METALLTEILEnach oben

Hier sind grundsätzlich die Herstellerinformationen zu beachten. Bei Bestellungen von unterschiedlichen Herstellern, z. B. bei Elektrogeräten in der Ausführung Edelstahl, sind Struktur- und Farbabweichungen nicht zu vermeiden.
Lackierte Metalle, anodisiertes oder poliertes Aluminium: Zur Reinigung dieser Metalle verwenden Sie eine leichte Spülmittellösung. Auf keinen Fall Alkohol oder Putzmittel gebrauchen, danach trocken reiben.
Metalle mit Oberflächenbehandlung: Verchromtes oder vernickeltes Metall pflegt man mit dem dafür vorgesehenen handelsüblichen Metallreiniger, danach trocken reiben.

MÖBELBESCHLÄGEnach oben

Der sachgerechte Gebrauch von Möbeln beinhaltet bei späteren Abweichungen vom Montagezustand die Sorgfaltspflicht zur Nachjustierung, um die dauerhafte Funktionssicherheit zu gewährleisten und Folgeschäden (z. B. ausgehängte Front) auszuschließen.

MÖBELSCHLÖSSERnach oben

Schwergängige Möbelschlösser können gut mit Graphitpulver behandelt werden (erhältlich im Autozubehörhandel), ggf. sind die Schließdorne der Stangenschlösser zu korrigieren (Herstellerbeschreibung).

MÖBELOBERFLÄCHEN ALLGEMEINnach oben

Da die Vielfalt der Möbeloberflächen in Material (Nachbildung, Kunststoff, Echtholzfurnier, Massivholz), Farben und Qualität sehr groß ist, haben sie unterschiedliche Stärken und Schwächen. Das gilt auch für Küchen-Fronten oder Arbeitsplatten. Sie selbst können am besten einschätzen, wie stark die Möbelteile benutzt oder die Geräte in Anspruch genommen werden. Attribute wie Schönheit oder Eleganz, selbst reine Naturprodukte (Massivholz) stehen nicht automatisch für hohe Strapazierfähigkeit und Lebensdauer. Alle Oberflächen verändern sich mehr oder weniger im Laufe der Zeit durch Licht- bzw. Sonneneinwirkung. Auch hier gilt der Grundsatz: Je „natürlicher“ die Oberfläche, desto empfindlicher ist sie. Nachbildungen oder Kunststoffe sind den Naturmaterialien häufig überlegen, auch in puncto Reinigungs- und Pflegefreundlichkeit. Lassen Sie sich deshalb von unseren Fachleuten beraten. Sie kennen den Pflegeaufwand, z. B. bei Fingerabdrücken, Fleck- und Hitzeempfindlichkeit, Schnittfestigkeit, bei Küchendünsten usw. Lesen und beachten Sie dazu die Herstellerhinweise.

NATURSTEINnach oben

(siehe Granit) Granit zeichnet sich durch seine hohe Kratzfestigkeit aus. Die Oberflächen sind naturbelassen, meist nur geschliffen, poliert und imprägniert (Herstellerhinweise beachten). Diese Imprägnierung sollte je nach Nutzungsintensität und Gebrauchsanleitung immer wieder aufgefrischt werden. Denn auch Granit verändert sich durch Lichtbzw. Sonneneinwirkung.

NEUBAUTENnach oben

In Neubauten herrscht beim Einzug in der Regel noch eine extrem hohe Boden- und Wandfeuchtigkeit. Werte von über 90% Materialfeuchte sowie eine relative Luftfeuchtigkeit von über 65% sind in den ersten Monaten häufig nicht zu vermeiden. Deshalb kann es schnell zu Feuchtigkeitsschäden, zum Aufquellen von Materialien oder gesundheitsschädlichen Schimmelpilzbildungen bzw. Stockflecken kommen. Die Nordseite der Gebäude ist dabei besonders betroffen und genau hier werden meist die Küchen eingebaut. Deshalb ist bis zum Abtrocknen zwingend auf einen Abstand zur Wand sowie genügend Luftzirkulation zu achten. Richtig sind im Jahresdurchschnitt 18 bis 23° C und eine relative Luftfeuchtigkeit von 45 bis 55%.

PLANUNGSWARE UND LIEFERUNG FREI HAUSnach oben

Hier ist unbedingt zu beachten: Eine korrekte Bedarfsermittlung sowie das richtige Aufmaß (inkl. Tür-, Treppenund Gangbreiten, Aufzug, Stockwerk usw.) sind Voraussetzung für eine mangelfreie Montage. Um eine ordnungsgemäße Funktion/Montage der Küche zu gewährleisten, ist die Beachtung des Installationsplanes notwendig. Hält die Wandbeschaffenheit dem späteren Gewicht der Möbel, Hängeschränke, Wandborde etc. auch stand? Ebenfalls ist zu berücksichtigen, dass Böden, Wände und Decken nicht ganz gerade sind und bei der Montage angepasst bzw. ausgeglichen werden müssen. Gibt es kurzfristige Änderungen in den Räumlichkeiten, müssen sie rechtzeitig Verkäufern und Monteuren mitgeteilt werden. Der entsprechende Raum muss dann leer und begehbar sein, die Möbel waagerecht ausgerichtet aufgestellt werden.

REINIGUNG UND PFLEGEnach oben

Hier gibt es für die diversen Materialien, Oberflächen und Elektrogeräte auch unterschiedliche Reinigungs- bzw. Pflegehinweise. Deshalb grundsätzlich immer zuerst die Hinweise des Herstellers beachten. Ansonsten gelten natürlich auch bei Wohn- und Küchenmöbeln die Sorgfaltspflicht und eine regelmäßige Unterhaltspflege. Als allgemeiner Hinweis gilt: Bei Verunreinigungen muss sofort gehandelt werden. Je länger Flecken auf den Materialien verweilen, desto schwieriger sind sie hinterher zu entfernen. Das gilt bei Oberflächen vor allen Dingen für Ränder von Flüssigkeiten, z. B. Alkohol, säurehaltigen Getränken (Obstsäften) und Speiseresten. Nachdem Sie alle Herstellerhinweise beachtet haben, können Sie bei fetthaltigen Flecken mit einem feuchten (nicht nassen), lauwarmen, sauberen, waschbaren Tuch und etwas verdünnter Naturseife bzw. Feinwaschmittel kaum etwas verkehrt machen. Bei eiweißhaltigen Flecken, z. B. Blut, etc. nehmen Sie eiskaltes Wasser. Auf die Verwendung von scharfen Flüssigreinigern sowie schleifenden oder scheuernden Reinigungsmitteln sollte ganz verzichtet werden. Reiniger auf Nitrobasis sind zur Säuberung nicht geeignet. Durch die Verwendung von Microfasertüchern kann es, je nach Oberflächenstruktur, zu Schäden an den Fronten kommen (Herstellerhinweise beachten).

Für die allgemeine Pflege gilt: Regelmäßig abstauben oder mit einem feuchten (nicht nassen) (Leder-)Tuch abwischen und danach trocknen lassen (nicht reiben). Durch Reibung, insbesondere an beanspruchten Stellen, können bei ungünstigem Lichteinfall Gebrauchsspuren in Form von Glanzstellen (bei samtmatter Oberfläche) oder Kratzern (bei glänzend lackierten Oberflächen) sichtbar werden. Diese Erscheinung ist oberflächenbedingt, eine Nutzungsminderung entsteht dadurch nicht.

Bei furnierten oder massiven, geölten/ gewachsten Oberflächen nur die vom Hersteller empfohlenen Produkte verwenden (siehe dazu ausführliche Beschreibung Massivholz). Vor dem Einölen unbedingt erst die Flächen reinigen. Bei Holz und Massivholz muss je nach Oberfläche sogar noch mit Öl, Wachs oder Ähnlichem nachgearbeitet werden.

Achtung: Feuchtes Holz ist besonders druckempfindlich. Deshalb erst trocknen lassen, andernfalls bleibt jeder Fingernagel- Abdruck sichtbar.

Bei Verwendung von Glaskeramik-Kochfeldern sind die Gebrauchsanweisungen der Hersteller zu beachten. Sonst können sich nicht sofort entfernte Verschmutzungen festbrennen und das Kochfeld beschädigen. Achten Sie insbesondere darauf, dass kein Zucker oder zuckerhaltige Speisen (z. B. Marmelade) in den Kochzonen anbrennen! Entfernen Sie diese sofort mit einem feuchten Tuch!

SCHARNIERE / BESCHLÄGE/ SCHUBKASTENFÜHRUNGENnach oben

Scharniere werden nach der Montage erst einmal vom Montageteam oder Ihnen selbst eingestellt und ausgerichtet. Nachdem die Möbelteile voll aufgestellt wurden, kann es zu leichten Veränderungen/ Verschiebungen von Fronten, Auszügen oder Schubladen kommen. Damit keine dauerhaften Materialschäden entstehen, sollte nachjustiert werden (siehe auch Schubkasten, Funktionsteile etc. unter Wohnmöbel).

SCHIMMELPILZ / STOCKFLECKENnach oben

Siehe Küche allgemein, Neubauten etc..

SELBSTMONTAGEnach oben

Sie ist eigentlich nur etwas für geschulte Fachleute. Bei Selbstmontage sind zwingend die mitgelieferten Aufbau- und Montageanleitungen zu beachten. Für Schäden, die durch Nichtbeachtung entstehen, kann keine Garantie/Gewährleistung übernommen werden.

SPIEGELnach oben

siehe Pflege Bad- und Außenmöbel

TOLERANZENnach oben

Toleranzen bei Möbeln sind in der industriellen Serienproduktion fertigungstechnisch nicht zu vermeiden. Das gilt besonders für schwierige Planungs- und Montagemöbel, z. B. die Küche. Ohne anpassen, ausgleichen oder unterlegen geht es fast nie (siehe dazu Aufmass, Aufstellen, Ausrichten). Die Absprachen und Vereinbarungen zwischen Käufer und Verkäufer sind hier besonders wichtig. Dabei handelt es sich um Konfektionsware, die in großen Stückzahlen und meist in Lohnakkord gefertigt wird. Das Gegenteil ist die Einzelanfertigung im Handwerk. Das gilt insbesondere für Funktionsmöbel.

Der größte Teil an Toleranzen ist festgeschrieben in der RAL GZ 430 der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel e.V. mit dem Gütezeichen Goldenes M. Befinden sich die Abweichungen (Toleranzen) in Farbe, Maßen und Struktur usw. innerhalb der nationalen und internationalen Norm und im unerheblichen, unwesendlichen Bereich, liegt kein Sachmangel vor. Es handelt sich dann um eine „warentypische Eigenschaft“.

UNTERHALTSPFLEGEnach oben

Achtung: bitte immer die Herstelleranweisung am Produkt beachten! Die regelmäßige Unterhaltspflege der Möbel ist gleichzusetzen mit der täglichen Körperpflege des Menschen. Hier werden Verschmutzungen, die durch den täglichen Gebrauch entstehen, beseitigt. Wichtig ist nur, dass verschüttete Flüssigkeiten (z. B. Fruchtsaft, Alkohol etc.) sofort mit einem saugfähigen Küchenpapier oder Tuch abgetupft – nicht gerieben! – werden, damit sie gar nicht erst in die Oberfläche eindringen können. Bitte nicht auf der Stelle reiben und keine silikonhaltigen Möbelpflegemittel verwenden. Versuchen Sie niemals, Schadstellen mit Lösungsmitteln zu entfernen (z. B. Fleckentferner, Terpentin, Benzin).

WANDBEFESTIGUNGnach oben

Bei der Selbstmontage und bei Planungsware mit Lieferung und Montage sind unbedingt die Montageanleitungen der Hersteller zu beachten sowie die vorgeschriebenen Beschläge und Werkzeuge zu verwenden, damit die Befestigungen dem späteren Gewicht der Möbelteile auch standhalten. Bei Nichtbeachtung können wir keine Garantie übernehmen. Wenn Sie selbst oder Ihr Vermieter etc. die Bausubstanz nicht genau beziffern können, sollten die Monteure eine Probebohrung durchführen (siehe dazu auch Aufmass, Aufstellen, Ausrichten, Installation, Neubauten).