Mein Zuhause

Wachstumsschub

"So schnell wie kleine Kinder wachsen, verändern sich auch ihre Bedürfnisse. Doch mit durchdachtem, hochwertigem Mobiliar kann das Kinderzimmer mit der Entwicklung der Kleinen mithalten."

Gerade erst war das Babyzimmer noch perfekt und niedlich eingerichtet, da fängt der kleine Racker schon an, sich fortzubewegen und hinzustellen: Vorbei ist die Zeit der zarten Vorhänge und des filigranen Kleiderständers. Schon bevor die Kinder überhaupt einen sich wandelnden Geschmack entwickeln, muss das Kinderzimmer ständig verändert werden, einfach um der rasanten Entwicklung der Kleinen Rechnung zu tragen und für Sicherheit zu sorgen.

Dabei sollten Sie dem Nachwuchs idealerweise immer einen Schritt voraus sein: Wer noch im Gitterbettchen schläft, obwohl er sich schon an den Stäben aufrichten und hochziehen kann, wird bald versuchen, herauszuklettern – und das kann böse enden. Dann lieber gleich ein paar Stäbe entfernen, sobald das Kind den Wunsch verspürt, alleine aus dem Bett zu krabbeln. Bei vielen Babybetten lassen sich die Gitter auch komplett abmontieren. So verwanden sie sich in ganz normale Kinderbetten, wenn die Kinder in ein Alter kommen, in dem sie ruhiger schlafen und den Schutz der Gitter nicht mehr brauchen.

Hoch und runter

Ein neues Bett muss allerdings her, wenn die Kinder von der Kinderbettgröße auf ein richtiges Bett mit einer Liegefläche von 90 x 200 cm umsteigen – üblicherweise etwa im Alter von vier oder fünf Jahren. Aber auch dann kann man vorsorgen.

Die meisten Kinder wünschen sich in diesem Alter ein Hochbett, und wenn es die Raumhöhe zulässt, sollte man diesem Wunsch ruhig nachkommen. Hochbetten sparen Platz und schaffen Spiellandschaften. Wenn Sie ein hochwertiges Programm wählen, können Sie das Bett später immer höher „wachsen lassen“ – zum Beispiel auch, weil das Geschwisterchen ebenso älter geworden ist und nun gemeinsam mit dem älteren Kind ein Etagenbett beziehen soll. Wenn Sie dann bei der Anschaffung auf ein gutes Programm gesetzt haben, können Sie das zweite Bett einfach nachrüsten.

Robuste Systeme halten mehrere Umbauten locker aus und bieten in der Regel auch die Möglichkeit, den Bettrahmen später ohne Unterbau in ein Bett auf Normalhöhe umzubauen. Spätestens in der Pubertät lässt die Begeisterung für das Hochbett in der Regel nach. Jetzt kann man die Liegefläche mit einer Tagesdecke und großen Kissen schnell in ein gemütliches Sofa verwandeln, auf dem mehrere Freunde zum „chillen“ Platz haben.

Verstauen mit System

Besonders vielfältige Möglichkeiten, das Hab und Gut der Kinder zu verstauen, bieten Regal- und Schranksysteme, die verändert oder erweitert werden können. Wenn Sie sich hier für eine etablierte Marke entscheiden, können Sie sicher sein, dass Sie auch in ein paar Jahren noch Bestandteile des Programms nachkaufen können.

Am Anfang sind hohe Regale zum Beispiel noch gar nicht nötig. Für Kleinkinder ist wichtig, dass die Regale so in der Wand verankert sind, dass sie nicht umkippen können, und dass sie leicht an den Inhalt herankommen. Komplizierte Öffnungsmechanismen und viele Schubkästen sind daher unnötig. Ein einfaches Regalfach mit einer Spielkiste zum herausziehen ist für kleine Kinder ideal.

Doch je älter die Kinder werden, desto mehr sammeln sie an. Wer dann aufstocken muss, kann die Regale einfach erweitern oder neue Möbelstücke aus der gleichen Serie hinzufügen. Modulare Systeme erlauben es zum Beispiel auch, dort Türen oder Schubkästen einzubauen, wo vorher nur offener Stauraum war.

Besser Büffeln

Spätestens mit der Einschulung hält ein weiteres Möbelstück im Kinderzimmer Einzug: der Schreibtisch.

Hier sind Verstellfunktionen ganz besonders wichtig. Schließlich soll das gute Stück den Schüler möglichst lange durch die Schulzeit begleiten, und außerdem hat jedes Kind einen anderen Körper. Je länger sie mit zunehmendem Alter lernen und Hausaufgaben machen, desto wichtiger ist die richtige Körperhaltung. Höhenverstellbare Tische und Schreibtischstühle beugen Rückenschäden vor und stellen sicher, dass das Kind in jedem Alter ergonomisch arbeiten kann.

Investieren Sie daher direkt in ein solches Modell, selbst wenn Sie sich zu Beginn noch nicht vorstellen können, dass Ihr Erstklässler länger als eine Viertelstunde still daran sitzen wird.

ENTSCHEIDUNGSFREIHEIT – MIT GRENZEN

Gerade wenn Sie hochwertiges Mobiliar anschaffen, das der Nachwuchs lange nutzen soll, sollten Sie Ihr Kind so weit wie möglich in die Kaufentscheidung einbeziehen. Das hat den großen psychologischen Vorteil, dass Sie Ihr Kind später daran erinnern können, dass es sich selbst für eine bestimmte Variante von Schreibtisch, Kleiderschrank oder Bett entschieden hat, wenn es zum ersten Mal heißt: „Gefällt mir gar nicht mehr.“

Das funktioniert aber natürlich nur, wenn die Grundzüge des Mobiliars weitgehend neutral sind. Ob blauer oder grüner Bezug beim Schreibtischstuhl – das darf Ihr i-Dötzchen ruhig selbst entscheiden. Wenn es aber trotz aller Hinweise darauf, dass sich sein Geschmack sicherlich bald ändern wird, auf den Bezug mit kleinen Teddybärchen oder Gruselmonstern besteht, sollten Sie die Grenze ziehen – oder sich im Möbelhaus erkundigen, bei welchen Modellen der Bezug nachbestellt und gewechselt werden kann.

HELDENHAFTE DEKO

Wer Gutes lange nutzen möchte, sollte die rasant wechselnden Vorlieben der Kinder für bestimmte Farben und Wesen lieber in der Dekoration des Kinderzimmers umsetzen. Ein großes Rennauto-Wandtattoo kann ein guter Ersatz für das Kinderbett in Rennautoform sein, das vielleicht in zwei Jahren schon wieder „out“ wäre. Das Wandtattoo kann dann leicht den neuen Motiven weichen, wenn sich der Geschmack des Kindes verändert hat.

Genauso verhält es sich mit all den Helden, die unsere Kleinen so lieben: Erst sind es vielleicht Pu-Bär oder der kleine Maulwurf, dann erobern Pferde und Prinzessinnen die Herzen der Mädchen, bei den Jungs geht nichts mehr ohne Piraten und Drachen. Doch die Zeit, wo das alles blöd ist und auf einmal nur noch Superhelden oder Supermodels cool sind, kommt schneller als Sie denken. Gut, dass es hier reichlich Material in Form von Postern, Aufklebern – am besten solche, die sich rückstandslos von Wänden und Mobiliar entfernen lassen – sowie Accessoires wie Kissen, Bettwäsche oder Leuchten gibt. Da diese Dinge nicht teuer und schnell zu ersetzen sind, dürfen Sie hier aus dem Vollen schöpfen, um das Kinderzimmer als traumhafte Kinderwelt zu gestalten.