Mein Zuhause

Ritter, Prinzessin, Astronaut

"Kinder verkleiden sich für ihr Leben gern. Schön, wenn auch das Zimmer mitspielen darf. Mein Zuhause zeigt, wie Sie ein Paradies für Rollenspieler schaffen."

"Ich bin Prinzessin Tausendschön!“, kräht die fünfjährige Luise, hüllt sich in Mamas rosa Schal und verschwindet im Kinderzimmer. Als ihr Bruder Tom neugierig durch die Tür lugt, thront die schöne Prinzessin bereits im Turmzimmer ihres prächtigen Schlosses. Denn Emmas Hochbett übernimmt bei dem Rollenspiel den Part des königlichen Domizils: Die Bettumrandung zieren weiße Burgzinnen, die Leiter sieht aus wie ein Turm, darüber spannt sich ein Baldachin aus duftigen Stoffbahnen und ein heller Vorhang mit verschließbaren Fensterläden verwandelt den Raum unter dem Bett zu einem königlichen Gemach. Der siebenjährige Tom, vom Spieleifer seiner Schwester angestachelt, mimt prompt den mutigen Seefahrer: „Liebste Prinzessin“, ruft er theatralisch in Richtung Turmfenster, „ich werde für Euch in See stechen und viele Schätze erobern!“ Im Nu hat er die Sprossenwand seines eigenen Hochbetts erklommen, das sich mit dem Steuerrad und der gehissten Fahne deutlich als mächtiges Schiff zu erkennen gibt.

Wandelbare Kindermöbel

Seien es nun Prinzessinnen, Piraten, Ritter oder Astronauten, für die Ihr Kind gerade schwärmt – die Wandlungsfähigkeiten vieler Kinderzimmerprogramme sind enorm. Haben doch die Hersteller längst entdeckt, dass Kinder nicht nur irgendwie wohnen, sondern auch spielen, toben und in Fantasiewelten abtauchen wollen. Gerade modulare Hochbettensysteme lassen sich durch viele verschiedene Aufbauten schnell verändern und geben dann für kreative Maskeraden eine perfekte Bühne ab. Rutschen, Sprossenwände oder Hängematten – den Umbau- und Spielmöglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt.

Ob mit Hochbett oder ohne: Mit Möbeln, Dekoration und Wandbemalung nach einem festen Motto gestalten Eltern ihren Kindern ein richtiges Abenteuerland. Die Kleinen lieben es, in andere Rollen zu schlüpfen. Sie genießen es, einmal groß und mächtig wie ein König zu sein, dann wieder abenteuerlustig wie ein Astronaut oder mit magischen Kräften versehen wie eine Elfe. „Kinder wollen und sollen lernen, wie es sich anfühlt, jemand anderes zu sein als sie selbst“, erklärt der Kinder- und Jugendpsychiater Dr. Nawid Peseschkian. In der Welt der Fantasie sind sie für einige Zeit unendlich stark – und nicht mehr ständig den Erwachsenen unterlegen. Psychologen sind sich einig, dass das Verkleiden das Selbstbewusstsein von Kindern fördert. Und die eindeutige Unterscheidung von gut (die Prinzessin) und böse (der gemeine Drache) hilft Kindern, zumindest für einen Augenblick klare Verhältnisse in ihrer verwirrenden Welt zu erkennen.

Eltern sollten dem Rollenspiel ihrer Kinder Raum bieten. Eine Kiste mit ausrangierten Kleidern, Hüten und Brillen leistet ebenso gute Dienste wie fantasievolle Wandbilder. Wer den Aufwand einer kompletten Wandbemalung im Design einer Unterwasserwelt oder des Weltraums scheut, kann sich auch mit wieder abziehbaren Wandaufklebern oder stimmigen Accessoires behelfen. Und wer mit offenen Augen durch das Einrichtungshaus streift, entdeckt sicherlich viele Produkte wie Kissen, Leuchten oder Vorhänge, die zur Lieblingswelt seiner Sprösslinge passen.

Auch fernab der Kindermöbelabteilung werden Sie mit etwas Spürsinn und Fantasie fündig: Warum nicht dem Unterwasserzimmer einige tiefblaue Kissen spendieren oder dem Sultanszelt die orientalisch anmutende Vase? Wenn Eltern sich von der unbändigen Verwandlungslust ihrer Kinder nur ein wenig anstecken lassen, werden sie beim Einkaufsbummel bisher ungeahnte Kreativität zeigen und dafür zu Hause mit dem Ritterschlag oder magischen Zaubersprüchen belohnt werden.