Mein Zuhause

Neu und sparsam

"In der neuen Mein Zuhause-Serie rund um das Thema Nachhaltigkeit geht es dieses Mal darum, wie man mit den richtigen Elektrogeräten viel Energie sparen kann. Da hilft auch ein Blick auf das neue EU-Energielabel."

energieetikett Das war mal eine richtig gute Idee: 1998 wurde EU-weit eingeführt, dass auf Kühlschränken, Waschmaschinen und Co. stets angegeben wird, wie viel Strom und Wasser sie verbrauchen. Das EU-Label macht es Verbrauchern mit seinem Ampelsystem besonders einfach, Geld zu sparen und etwas für die Umwelt zu tun: Für ein prima Klima sorgen die Geräte im grünen Bereich, Finger weg heißt es hingegen von rot gekennzeichneten Haushaltshelfern.

Doch mit der ständigen Verbesserung der Geräte durch die Hersteller mussten auch die Energieeffizienzklassen angepasst werden. Seit Ende vergangenen Jahres gilt daher ein neues Label, das Sie kennen sollten, wenn Sie neue Anschaffungen planen.
„Das neue Label sieht zwar auf den ersten Blick ähnlich aus. Allerdings wurden neue Effizienzklassen eingeführt. Für Kühl- und Gefriergeräte, Geschirrspüler und Waschmaschinen gilt jetzt A+++ als höchste Energieeffizienzklasse“, erläutert Roman Zurhold, Projektleiter von der Initiative EnergieEffizienz bei der Deutschen Energie-Agentur. „Bisher waren besonders energieeffiziente Kühl- und Gefriergeräte mit einem A++ gekennzeichnet, bei Geschirrspülern und Waschmaschinen galt A als die höchste Effizienzklasse. Allerdings wurden wegen des technischen Fortschritts mittlerweile Waschmaschinen, Geschirrspüler sowie Kühl- und Gefriergeräte hauptsächlich in der Energieeffizienzklasse A angeboten. Schon die Energieeffizienzklassen C und B stehen also heute für einen relativ hohen Stromverbrauch.“

Fernseher auf dem Prüfstand

Außerdem neu: Das EU-Label gilt jetzt auch für Fernseher. Hier wird zunächst die Klasse A Geräte mit sehr niedrigem Energieverbrauch kennzeichnen. Labels für weitere Produktgruppen wie Staubsauger oder Warmwasserbereiter sind in Vorbereitung. Darüber hinaus geben kleine Piktogramme am unteren Rand des neuen Labels Aufschluss über spezielle Produkteigenschaften wie zum Beispiel die maximale Geräuschentwicklung oder das Volumen eines Kühlschranks. „Wer jetzt ein neues Gerät kaufen möchte, kann im Handel sowohl Geräte mit dem neuen wie auch mit dem alten Label finden“, erläutert Roman Zurhold. „Denn Geräte, die noch mit einem alten Label ausgezeichnet sind, müssen nicht sofort mit einem neuen Etikett versehen werden. Es gilt eine zwölfmonatige Übergangsfrist, die Ende dieses Jahres abläuft. Erst ab Ende 2011 ist das neue Label für alle Geräte verpflichtend, die neu in den Verkehr gebracht werden.“

Hersteller setzen auf Effizienz

Die Hersteller von Haushaltsgeräten sind längst darauf eingestellt, bei Neuentwicklungen besonders auf die Energieeffizienz zu achten. Schließlich achten auch die Kunden immer mehr auf den Verbrauch. Der Vorteil bei neuen Geräten: Sie sind in der Regel nicht nur sparsamer, sondern haben meistens auch neue praktische Funktionen mit im Gepäck. Kühlschränke punkten beispielsweise mit neuen Kältezonen und No-Frost-Technologie und Backöfen bieten gradgenaues Garen.
„Das Thema Energieeffizienz rückt wegen des Klimawandels, steigender Energiekosten und der Verknappung der Ressourcen immer stärker in den Fokus. Mit besonders verbrauchsarmen und nachhaltigen Hausgeräten entlasten Konsumenten nicht nur ihr Haushaltsbudget, sondern erwerben darüber hinaus technologisch zukunftsweisende Produkte mit Effizienz- und Komfortgarantie“, betont Frank Hüther, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche (AMK). „Da Elektrogroßgeräte für rund 65 Prozent des privaten Stromverbrauchs in Deutschland verantwortlich sind, kann jeder Verbraucher, der sich für ressourcenschonende Neugeräte entscheidet, viele Euros an Energiekosten sparen und zusätzlich seinen ganz persönlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten.“ Deshalb lohnt es sich, die alten Stromfresser auszutauschen – selbst wenn sie noch funktionieren. Das tut nicht nur dem Geldbeutel, sondern auch dem Gewissen gut.