Mein Zuhause

Ab in die Heia

"Kinder verbringen noch mehr Zeit im Schlaf als Erwach sene. Logisch, dass daher die Wahl der Schlafstätte im Kinderzimmer eine große Rolle spielt. Doch sie soll nicht nur gesunden Schlaf ermöglichen, sondern auch gefallen und zum Spielen, Toben und Ausruhen taugen."

Ein Kind kommt auf die Welt. Und die Eltern wünschen sich meist nichts sehnlicher, als dass es so viel, ruhig und unkompliziert schlafen möge wie möglich. Hochwertige Matratzen und stabiles, schadstofffreies Mobiliar sind dafür die Voraussetzung. Betten, die Spaß machen und in denen sich das Kind gerne aufhält, spielen aber mit zunehmendem Alter ebenfalls eine große Rolle.

Schlaf Kindlein, schlaf!

Ganz am Anfang schlafen die Kleinen fast rund um die Uhr – auch wenn es manchen Eltern nicht so vorkommen mag. Kleine Babys sind daher in einer Wiege oder einem Stubenwagen gut aufgehoben, der sich immer dorthin schieben lässt, wo man sich gerade befindet. Außerdem bieten diese Schlafstätten etwas mehr Geborgenheit, energieetikettdenn auch das kleinste Kinderbett wirkt auf ein Neugeborenes noch riesig und haltlos. Wann das Kind dann in ein Kinderbett wechselt, ist unterschiedlich. Manche Kinder fühlen sich im Stubenwagen nicht wohl. Wenn das Kind schlecht einschläft und nachts viel weint, sollte man ruhig von Anfang an das Bettchen ausprobieren. Andere Kinder fangen früh an, sich an den Rändern der Wiege hochzuziehen. Dann ist es definitiv Zeit für einen Umzug in das sichere Bett. Es versteht sich von selbst, dass das Bett stabil und mit Gitterstäben, die nicht zu weit auseinanderstehen, gesichert sein sollte. Wenn Sie aber jetzt in ein Modell investieren, bei dem sich vorne zwei Stäbe rausdrehen lassen und später eine gesamte Gitterseite abmontiert werden kann, sorgen Sie vor. Denn schon bald werden die Kleinen in der Lage sein, selbst ins Bett zu krabbeln, schlafen aber noch zu unruhig, um aus einem normalen Bett nicht herauszufallen. Dann ist die Öffnung, die das Entfernen von zwei Gitterstäben schafft, ideal. Der richtige Zeitpunkt zum Entfernen der Gitterstäbe ist auch hier individuell. Manche Kinder stehen noch bis ins Kindergartenalter nicht von alleine auf, selbst wenn das Bett die Möglichkeit dazu bietet. Spätestens wenn das Kind anfängt, waghalsig über die Gitterwände zu klettern, sollten Sie es ihm etwas einfacher machen. Sobald das Kind ruhig schläft und sich nachts nicht mehr viel hin und her bewegt, können die Gitter ganz weggelassen werden, oder muss ein normales Kinderbett her. Vielleicht legen Sie in den ersten Nächten zum Schutz noch eine Matratze oder weiche Kissen neben das Bett, für den Fall, dass das Kind doch einmal im Schlaf herauspurzelt.

Mein Bett, meine Burg

Mit zunehmender Mobilität wollen Kinder im Bett aber auch spielen und toben. Deswegen sind Spielbetten, die je nach Vorliebe des Nachwuchses als Ritterburg, Piratenschiff oder Märchenschloss gestaltet sein können, bei Kindergartenund Grundschulkindern der ganz große Renner. Modulare Hochbettensysteme lassen sich durch vielfältiges Zubehör schnell verändern. Rutschen, Sprossenwände oder Hängematten – den Umbauund Spielmöglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt, und Ihr Kind wird sein Bett lieben! Ein Hochbett spart außerdem Platz, und zwar nicht nur, wenn bei zwei Kindern eines oben und eines unten schläft. Denn unter dem Bett kann die Kuschelecke oder der Kindertisch untergebracht werden. Mit Vorhängen oder Rollos versehen, bietet der Platz unter dem Bett einen wichtigen Rückzugsort für kleine Kinder, in dem sie sich in ihren Rollenspielen entfalten können. Doch auch bei Schulkindern ist das Hochbett keineswegs out. Natürlich muss das Bett langsam größer und auch höher werden. Manche Modelle wachsen mit. Denn auch später lässt sich der zusätzlich gewonnene Platz gut nutzen – beispielsweise für den Schreibtisch oder für einen Lieblingssessel oder Sitzsack nebst Bücherregal.

„Chillen“ im Teenageralter

Gemütlichen Sitzgelegenheiten kommt natürlich mit fortschreitendem Alter der Kinder immer mehr Bedeutung zu. Im Teenageralter ist Spielen schon out. „Chillen“ und „mit Freunden abhängen“ sind angesagt. Wenn das Kinderzimmer keinen zusätzlichen Platz für ein Sofa bietet, können Sie das Bett jetzt zweifach nutzen. Eine robuste, unempfindliche Tagesdecke, große Kissen als Rückenlehnen an der Wand und statt Armlehnen Nackenrollen an den Seiten: Schon wird aus dem Bett tagsüber ein cooles Sofa. Wenn im Teenageralter ein neues Bett fällig ist, weil der Nachwuchs einen Wachstumsschub getan hat, sollten Sie langfristig und realistisch denken. Vielleicht ist jetzt schon der Zeitpunkt, ein Bett mit einer Breite von 1,40 Metern anzuschaffen? Denn früher oder später wird das Bett auch mal Platz für zwei bieten müssen – selbst wenn nur mit der besten Freundin Musik gehört oder mit dem Freund im Liegen ferngesehen wird.