Genuss auf Vorrat
Früher war es überlebensnotwendig, um durch den Winter zu kommen. Heute ist Obst einzukochen oder einzulegen nicht mehr in Mode. Dabei lassen sich so aus günstigen Zutaten Köstlichkeiten zaubern.
Die Erntesaison hat uns in Hülle und
Fülle mit frischem, köstlichem
Obst versorgt. Jetzt, da der Winter naht,
sorgt die Natur hierzulande nicht mehr
für Nachschub. Doch durch die ständige
Versorgung mit in Treibhäusern gezüchteten
Früchten aus aller Welt merken wir
von der „harten Zeit“ des Winters gar
nichts mehr.
Früher war das anders, und jede gute
Hausfrau wusste, wie man Obst für den
Winter haltbar macht. Zu Unrecht ist das
Einkochen, Einlegen oder Trocknen von
Früchten etwas aus der Mode gekommen.
Denn die Köstlichkeiten, die sich so zaubern
lassen, können mit teuren Gourmet-
Gläschen aus dem Supermarktregal
durchaus mithalten. Sie sind immer zur
Hand, wenn Sie beim Anrichten oder Kochen
etwas Pfiff brauchen, und lassen
sich außerdem wunderbar verschenken.
Kompott, Konfitüre & Co.
An den Klassikern hat sich vielleicht jeder schon mal versucht: Marmelade, Mus, Gelee und Kompott sind einfach zuzubereiten, fruchtig und lecker. Reife Beeren, Pfirsiche oder Aprikosen lassen sich besonders schnell verarbeiten: einfach pur mit Gelierzucker verkochen – fertig ist die Marmelade. Wer sich etwas mehr zutraut, kann mit Aromen experimentieren: Mischen Sie verschiedene Obstsorten, kreieren Sie mit Gewürzen, Kräutern, Vanillemark oder einem Schuss Hochprozentigem Ihre eigenen Sorten. Denken Sie aber nicht nur ans Frühstück und an den Nachtisch. Obst lässt sich auch wunderbar zu süß-sauren Chutneys, Senf oder Essig verarbeiten. Auch Trockenobst lässt sich zu Hause selber machen. Selbst eigene Teemischungen sind möglich. Als Anfänger sollte man sich dabei genau an das Rezept halten. Ein paar Vorschläge finden Sie auf den nächsten Seiten. Wichtig bei allen Varianten: Die Gläser, in die Sie Ihre Kreationen füllen, sollten richtig sauber sein und nicht mehr nach vorherigen Inhalten riechen. Spülen Sie sie gründlich aus und lassen Sie sie am besten noch ein paar Tage offen an einem trockenen Ort stehen. Die fertigen Kreationen gehören dann gut verschlossen an einen dunkeln, kühlen Ort. Ideal ist der Keller.
Konfitüre, Marmelade oder Gelee?
Konfitüre und Marmelade werden im allgemeinen Sprachgebrauch häufig als Synonyme verwendet. Auf Etiketten im Supermarkt liest man häufig auch einfach nur „Fruchtaufstrich“. Streng genommen – nach deutscher Konfitürenverordnung – ist eine Konfitüre ein Aufstrich aus einer oder mehreren Obstsorten jeglicher Art, während der Begriff Marmelade nur Zubereitungen aus Zitrusfrüchten umfasst. Gelee wird im Gegensatz dazu nur aus Zucker und reinem oder verdünntem Fruchtsaft hergestellt.

